Therapeutische
Ansätze


 „[…] und was der Arzt dann tut, ist weniger Behandlung als vielmehr Entwicklung der im Patienten liegenden schöpferischen Keime“.
(C. G. Jung, 1976a, S. 44) 

Als Tiefenpsychologin gehe ich davon aus, dass ein dynamisches Unbewusstes als wesentlicher und hochwirksamer Teil unser psychisches Erleben prägt. D.h., dass viele Denkvorgänge unbewusst ablaufen und dass ein Teil dieser Denkvorgänge ganz anderen Funktionsprinzipien gehorcht als unsere bewussten Vorgänge. 

Wirkung

Weil das Unbewusste eine enorm beschleunigende Wirkung auf unser Erleben und Verhalten hat, wird es dynamisches Unbewusstes genannt. Hier kommt also eine starke innere Bewegung ins Spiel, ob man will oder nicht. Deshalb wird unbewusstes Material in der Therapie immer einbezogen und erforscht. 

Wünsche

In tiefenpsychologischen Therapieansätzen geht es grundsätzlich immer um aktuelle Probleme, Anliegen und Wünsche. Diese haben vor dem Hintergrund der Entwicklungsgeschichte einer Person aber jeweils eine ganz persönliche Bedeutung und Funktion und als solche wollen sie verstanden werden. 

Lösung

Sobald sie verstanden und bewusst angenommen und integriert werden können, müssen krankheitswertige Symptome nicht mehr „erscheinen“, denn man braucht sie nicht länger als Hinweis auf tieferliegende Prozesse. Sie haben ihre Funktion, Aufmerksamkeit zu erregen somit erfüllt.

Körper-psycho-therapeutische Ansätze, die in meiner Arbeit zum Einsatz kommen: 

Ziel von körper-psycho-therapeutischen Ansätzen ist es, Spannungen, Konflikte und schmerzliche seelische Symbolisierungen im Körper, die, weil sie überwiegend unbewusst sind, psychosomatische Beschwerden produzieren, wahrnehmbar und einer Veränderung zugänglich zu machen.

Behandlungsmethode

Die Behandlungsmethode ist von verschiedenen Therapieansätzen geprägt. Dazu zählen u.a. die Psychoanalyse, die humanistische Psychologie, die Gestaltpsychologie, Ausdruckstanz, Theater sowie westliche und östliche philosophische Einflüsse, in denen es um schöpferische selbstregulatorische Prozesse geht. Das körper-psycho-therapeutische Anwendungswissen wird heute eindeutig von Forschungsergebnissen in der neueren Säuglingsforschung und der Hirnforschung bestätigt.

Einbezugs des Körpers

In verschiedenen Studien der Grundlagenforschung wird der Bedarf eines reflektierten Einbezugs des Körpers in das therapeutische Handeln klar und eindeutig durch Ergebnisse bestätigt.

Sprache des Körpers

Die „Sprache des Körpers“ kann einer vertiefenden bzw. erweiterten therapeutischen Kommunikation dienen. Da jegliche Erlebnisse lebenslang im Körpergedächtnis gespeichert werden, sind sie einerseits maßgeblich für die zwischenmenschliche Kommunikation, andererseits aber auch wesentlich für eine wirksame Affekt- und Selbstregulation.

So ist mittlerweile gut untersucht, dass Bewegungsmuster von traumatisierten Patienten häufig ernstlich gestört sind. Hier und auch in anderen Fällen ermöglicht eine positive Körpererfahrung in der Therapie eine kognitive, d.h. das Denken, Verstehen oder Wissen betreffende Umstrukturierung und Neugestaltung von bisher belastenden Erfahrungen.

Wir wissen beispielsweise, dass Körperempfindungen, die aus früheren Begebenheiten herrühren, an weiteren kognitiven Entscheidungsprozessen beteiligt sind und diese entweder stören / blockieren oder aber befördern können. 

Wahrnehmen und Erkennen

Unsere Gefühle und alle Prozesse, die mit dem Wahrnehmen und Erkennen zusammenhängen (Kognitionen) basieren auf Körperwahrnehmungen. Indem Körperpsychotherapie auch hier ansetzt, ist es möglich, über eine Veränderung körperlicher Zustände in körpersprachlichen Dialogen „fehlgeleitete Prozesse“ im Sinne einer gesünderen Neuausrichtung anzustoßen.

Wir atmen, wie wir leben






Den eigenen Atemrhythmus wahrzunehmen, ihm nachzuspüren, in Stille und Achtsamkeit den eigenen Atem begleiten und sich dabei der Atembewegung im Leib zu überlassen, fördert eine heilsame vegetative Selbstregulation.

Sich auf seinen Atem zu sammeln, ohne ihn zu manipulieren ist zugleich hohe Kunst und direkt erfahrene Lebendigkeit

  • Da kein Atemzug dem vorigen gleicht, d.h. jeder Zyklus sich neu entfaltet, entwickeln Übende nach und nach eine Art „unvoreingenommenen Blick auf sich selbst“ durch ihr lebendiges Atemgeschehen.
  • Alles, was sich im Menschen abspielt, ob gedanklich oder emotional, unbewusst oder bewusst, bis hin zur Biografie mit einzelnen Lebensereignissen, bildet sich (auch) im Atemvorgang ab. Ein individueller Atemzyklus ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Sich seinem unverstellten Atemrhythmus anzuvertrauen braucht Übung, Übung, Übung und einen gewährenden Zugang.  
  • In einer Annäherung an persönliche vegetative Prozesse über dem Atem, stellt dieser erfahrungsbasierte Ansatz auch im psychotherapeutischen Setting ein wertvolles Instrument dar.

Praxis für Psychotherapie & Coaching

Kontakt & Anfahrt


Dipl.- Psych. Katharina von Weiler
Psychologische Psychotherapeutin im Richtlinienverfahren „Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie“
Prinz-Handjery-Str. 45 A
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